Das erste ARD Studio in der DDR

Sitz des ersten ARD-Studios zu DDR-Zeiten war ein Gebäude in der Schadowstraße, wenige hundert Meter vom heutigen ARD-Hauptstadtstudio entfernt.

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Standort des Studios

Bereits Mitte der 60er Jahre bemühten sich einige ARD-Rundfunkanstalten, einen ständigen Korrespondenten in Ost-Berlin zu stationieren. Aber erst Ende 1974, nach Abschluss des Grundlagenvertrags, erteilte die DDR-Regierung einem Fernsehkorrespondenten die Akkreditierung. Wenig später, Anfang 1975, wurde der erste Hörfunkkorrespondent der ARD in Ost-Berlin zugelassen.

Lothar Loewe war der erste Korrespondent in Ost-Berlin, der für das Fernsehen der ARD berichtete. Er wurde jedoch schon Ende 1976 wegen ''grober Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR" ausgewiesen. Anlass war folgender Kommentar Loewes in der ''Tagesschau'': "Hier in der DDR weiß jedes Kind, dass die Grenztruppen den strikten Befehl haben, auf Menschen wie auf Hasen zu schießen.''

1977 konnte sowohl für das Fernsehen als auch für den Hörfunk ein zweiter Korrespondent nach Ost-Berlin geschickt werden. Im Herbst 1989 folgte ein dritter Hörfunkkorrespondent.

12.12.1974 bis 22.12.1976 Lothar Loewe
01.05.1977 bis 30.06.1982 Fritz Pleitgen
01.07.1982 bis 30.06.1987 Peter Merseburger
01.09.1987 bis 31.08.1990 Claus Richter

Stationen der Berichterstattung aus der DDR

Radio-Reportage von 1961: Demonstranten gegen den Mauerbau treffen vor dem Brandenburger Tor auf die Nationale Volksarmee

Radio-Reportage: Berlin in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 nach der Öffnung der Mauer

© ARD-Hauptstadtstudio Berlin